Beiträge


Wochenmarkt Erlebnisse – Fisch Jan

Mit strahlendem Sommersonnenschein im Gesicht ging es diese Woche auf den Markt zu Fisch Jan. Der Stand ist seit diesem Frühjahr erst auf dem Wochenmarkt am Pferdemarkt zu finden. Das macht Muddi natürlich neugierig!

Bei Fisch kommt es wirklich auf die Frische an – und für mich auch auf das Vertrauen zum Händler.

In Holland auf den Wochenmärkten gibt es beispielsweise noch den Fisch wie früher in Plastik- oder sogar Holzbottichen auf Eis – direkt zum Anfassen und Mitnehmen. So ganz geheuer ist mir das nicht grade, deshalb fühlt sich die Muddi auch wohl, am schicken, modernen Stand von Fisch Jan.

Chef Jan Hönemann hat sich Zeit genommen und kann mir direkt vor Ort ein bisschen über seine Geschichte, über den Stand, den Fisch und das Team erzählen. Fisch Jan klingt ja für mich sogar ein bisschen holländisch. „Das sagen viele Kunden, aber Holländer haben wir bisher nicht in der Familie“, zwinkert er.

11 Meter lang ist das Spezial-Kühlfahrzeug von Fisch Jan auf dem Pferdemarkt

Der Name war früher in der Schulzeit Jan Hönemanns Spitzname – es gab zwei „Jans“ in der Klasse. So nannten die Mitschüler den einen davon den „langen Jan“ und den anderen „Fisch Jan“, weil seine Eltern damals schon das Fischgeschäft unter dem Namen „Warnking Fisch“ betrieben. Das passte wie der Fisch ins Netz und so kam das Unternehmen zu seinem heutigen Namen.  Der ist nun sogar eine geschützte Marke, das bedeutet „wo Fisch Jan drauf steht, ist auch Fisch Jan drin.“ Ein handfestes Qualitätsversprechen also. Bei Fisch Jan gibt’s nur den frischesten Fisch – und das kann man auch sehen.

Manchmal hätte ich im Sommer auch gerne so ein Eisbett wie der Fisch…

In der dritten Generation führt der gelernte Handelsassistent jetzt mit voller Kraft voraus und viel Leidenschaft seine Geschäfte. Nach dem Abitur hatte „Fisch“ Jan Hönemann damals zuerst noch andere Pläne, als Fischhändler zu werden. Sechs Jahre lang tingelte er durch Deutschland, arbeitete auch für die Geschäftsführung eines großen amerikanischen Textilherstellers. Das aufregende Arbeitsleben mit unzähligen Hotelnächten und monatelangen Reisen beendete Jan Hönemann, um dann den Sprung zu machen und die Geschäfte seines Vaters zu übernehmen.

„Fisch“ Jan Hönemann hinter der Theke mit dem Backfisch

Der Fisch kommt direkt aus Bremerhaven, täglich frisch geliefert. Dabei sind für die Wochenmarktbesucher wie auch für die Kunden im Ladengeschäft in Vechta besondere Einzelbestellungen in kleinen Mengen immer möglich. Auch Fisch aus Norwegen, Schottland, Dänemark und Holland ist im Sortiment. Die Fischfarmerin aus Schottland, Lucy, weiß genau, was Jan Hönemann für seine Kunden haben möchte – sie kennen sich persönlich, er hat die Farm in Schottland sogar selbst besucht.

Frische Fische gibt’s nicht nur bei Fischers Fritz, Fisch Jan hat sie auch

Mit einer Menge Fachwissen führt Jan Hönemann mich einmal quer durch das Sortiment des Marktwagens. Hier gibt’s zum Beispiel den klassischen Holländischen Matjes, bei dem das Heringsfilet noch traditionell eine Woche lang in Salzlake eingelegt wird. Daneben gibt es noch den Matjes „nordischer Art“, dabei wird der Fisch mit pflanzlichen Enzymen behandelt, reift also in kürzerer Zeit und hat deshalb eine festere Konsistenz.

Hier liegt er – der leckere Matjes in allen Varianten

Der Biolachs von Lucys Fischfarm ruht auf der anderen Seite der Auslage auf einem Bett aus Eis. Vom Partyservice gibt es auf Bestellung frisch angerichtete, mit echten Jakobsmuscheln dekorierte Fischplatten und auch hausgemachte Salate gibt es auf dem Oldenburger Wochenmarkt für die Besucher.

Mich interessiert aber gerade besonders der leckere Matjes. Aus seinem Kochbuch empfiehlt mir „Fisch Jan“ das Matjesfilet in Zwiebelkruste. Also zurück in die Küche und nachgemacht!

Das zerbröselte Roggenbrot kommt zu den Zwiebeln in die Pfanne

Fertig! Der Matjes wird mit der Roggenbrot-Zwiebel-Masse bedeckt und im Ofen gegart.

Auf die Idee, Matjes im Ofen zu garen, wäre ich im Leben nicht gekommen. Aber das ist mal eine tolle Alterntative. Vom Matjes ist übrigens nicht viel zu erkennen, der hat sich unter der Kruste versteckt und wollte sich nicht zeigen. Mein Mann und ich haben uns dann darüber hergemacht. Das „Kindlein“ war nicht dazu zu bringen, zu probieren. Das Gericht ist vielleicht auch zu „erwachsen“. Fisch Jan empfiehlt dazu frische Kartoffeln. Wir haben den Matjes mit Roggenbrot gegessen. Lecker war’s!

Das Rezept vom Matjesfilet findet ihr hier.

Guten Appetit und bis bald auf dem Wochenmarkt!

Eure Sylvia und Annika

Kommentare

  1. Hallo,
    leider findet man nirgendwo die Nährwertangaben, das finde ich sehr schade, da ich alles notieren muss. Es wäre toll diese online zu stellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2019 Muddis kochen. All rights reserved.

NWZ