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Blick hinter die Kulissen: So wird die Grünkohlpraline gemacht

Christian Klinge

Wisst Ihr, was für uns das Schönste ist an unserem „Muddis kochen-Job“? Wir lernen viele nette Leute kennen und bekommen Einblicke, die sonst nicht jedem gewährt werden. So hatten wir vor kurzem die Gelegenheit, in der traditionellen Hof-Konditorei Klinge hinter die Kulissen zu schauen. Das Unternehmen gibt es schon seit 130 Jahren. Das Café ist ein echtes Schätzchen in der Oldenburger Innenstadt. Dass Inhaber Christian Klinge nicht nur tolle Torten backen kann, hat er uns bewiesen, indem er uns in die Kunst des Pralinenmachens eingewiesen hat. Natürlich durften wir vorher noch die Räumlichkeiten bestaunen. Das war ein Spaß! Denn die Deckenhöhe in der Schokowerkstatt ist nix für lange Personen. Ich hatte damit ja keine Probleme (meine Beine haben irgendwann beschlossen, nicht länger zu werden), aber Sylvia hätte sich mit ihren 1,83 m doch glatt die Rübe gestoßen, hätte man sie nicht des Öfteren darauf aufmerksam gemacht.

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Wer glaubt, dass wir schnöde Pralinen machen wollten, der kennt die Muddis schlecht. Wir haben nämlich „GRÜNKOHLPRALINEN“ hergestellt. Hört sich im ersten Moment vielleicht etwas kurios an, ist aber eine absolute Delikatesse. Wir hatten diese eigenwillige Kreation schon letztes Jahr auf der Regionalmesse hier in Oldenburg kennengelernt und waren gleich begeistert. Wer das Oldenburger Land kennt und liebt, weiß, dass Grünkohl hier her gehört wie das „Amen“ in die Kirche. Warum nicht auch eine Praline mit Grünkohl machen? Das jedenfalls hat sich Christian Klinge gedacht. Dass dazu auch ein wenig Verrücktheit notwendig ist, versteht sich von selbst. Nach vielen Versuchen hat er schließlich DIE Rezeptur gefunden.

 Pralinenformen_Zutaten

Neben feinen dunklen Schokoladen ist natürlich Grünkohl eine Komponente. Dieser ist von einer milden, italienischen Sorte, die nicht so viele Bitterstoffe hat, wie der Grünkohl, den wir sonst zum Pinkel essen. Gemischt wird der pürierte Grünkohl dann noch mit Spinat (für die Farbe), Sahne, weißer Schoklade und Butter. Dazu noch ein Schlückchen „Alter Hullmann“ und fertig ist die Füllung. Wir Muddis durften zwischendurch immer mal wieder probieren. Ich sag Euch, das war lecker!

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Diese wird dann noch in die am Vortag hergestellten Pralinenformen gefüllt. Die befüllten Formen müssen noch für mindestens 24 Stunden trocknen, bevor sie mit einer weiteren Schokoladenschicht „geschlossen“ werden. Dieser Arbeitsschritt erfordert tatsächlich zwei Personen, damit die Schokolade eine gleichmäßige Decke bildet. Das i-Tüpfelchen für Auge und Gaumen sind dann noch rote Pfefferkörner.

Dass solche exklusiven Pralinen und Schokoladen einen höheren Preis haben als die aus dem Supermarkt, versteht sich von selbst. Allein die Arbeit, die hier noch von Hand gemacht wird und die hochwertigen Zutaten sind schon viel mehr wert, als das, was man letztendlich bezahlt. Und etwas Gutes hat der höhere Preis für solche Schokoladenspezialitäten ja auch: Man stopft sie sich nicht sinnlos in die Futterluke, sondern genießt jedes einzelne Stück.

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 Das war ein Spaß! Links und rechts ’ne Muddi im Arm: Der gutgelaunte Christian Klinge

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